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Aktuelles aus der Fischerwelt

Fische und Fischerei-Verband in Feierstimmung
Nicht genug Schaden für Fische und Gewässer im Hitzesommer 2022! Jetzt versetzt die Umweltkommission des Ständerates der Natur einen zweiten harten Schlag: Sie fordert faktisch die Aufhebung aller Umweltbestimmungen und insbesondere der Restwasservorschriften. Der Schweizerische Fischerei-Verband SFV erwartet vom Ständerat staatspolitische Verantwortung – und damit die Korrektur der masslosen Entgleisungen der eigenen Kommission.
Ohne Wasser kein Leben. Seit Jahrzehnten setzt sich der SFV für angemessene Restwassermengen ein. Der SFV informiert über Restwasser – so auch mit dem neuen Faktenblatt.
BAFU-Publikation: Erste nationale Analyse zum Zustand der Gewässer zeigt Fortschritte und Defizite auf
Die Befürchtungen des Schweizerischen Fischerei-Verbandes SFV sind eingetreten: Aktuell findet ein Fischsterben historischen Ausmasses statt! Gewisse Arten sind lokal existenziell gefährdet. Umso vehementer wehrt sich der SFV dagegen, dass aus den Bächen auch noch der letzte Tropfen für die Wasserkraft genutzt wird.
Der Sommer 2022 sorgt zwar für Italianità, für viele Fische geht es aber um das nackte Überleben. Die Wassertemperaturen sind zu hoch, vielerorts stehen Fischsterben unmittelbar bevor. Der Schweizerische Fischerei-Verband SFV befürchtet, dass sich die Hitzesommer 2003 und 2018 wiederholen.
Schweizerischer Fischerei-Verband lanciert Spendenaktion
Fischer und Fischerinnen wollen nationales Fischzentrum schaffen Am Moossee vor Bern wird ein nationales Fischzentrum für die Bevölkerung und die Fischer-Szene geplant. Das Konzept steht, das Terrain ist reserviert, jetzt muss der Landkauf finanziert werden. Die Delegiertenversammlung des Schweizerischen Fischerei-Verbandes SFV in Locarno hat eine breite Spendenaktion lanciert. Seit Jahren besteht der Wunsch der Schweizer Fischerei nach einem Fischzentrum von nationaler Bedeutung. Ähnlich der Vogelwarte Sempach soll das Schweizer Fischzentrum Dreh- und Angelpunkt für Fische, Gewässer und Natur sein.
Wenn Wasser für die Stromproduktion entnommen wird, braucht es unterhalb der Entnahme „angemessene Restwassermengen“, um die Gewässer am Leben zu erhalten. Die Pflichtmengen sind bereits heute auf ein absolutes Existenzminimum festgelegt und selbst diese Kleinstmengen werden von vielen Kraftwerken noch immer nicht umgesetzt.
Das Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (ALV) hat den Fluss Lüssel auf dem Gebiet der Gemeinden Lauwil, Brislach und Zwingen zum Sperrgebiet erklärt, um eine Ausbreitung der Krebspest zu verhindern. Durch die im Sperrgebiet angeordneten Massnahmen sollen die bedrohten, einheimischen Flusskrebse geschützt werden.
Die Beanspruchung der Natur, der Landschaften und insbesondere der Gewässer hat seit 1900 dramatisch zugenommen. 95% des Potentials für die Wassernutzung etwa ist bereits ausgeschöpft. Trotzdem stehen die Gewässer energiepolitisch aktuell sehr stark unter Druck. Wir Menschen nutzen diese Leistungen der Natur alltäglich – beim atmen, essen, wohnen, arbeiten und entspannen. Diese sogenannten Ökosystemleistungen der Natur betragen monetarisiert geschätzte 15 Mia Franken pro Jahr – gratis notabene! Doch mehr als 1/3 der einheimischen Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht – und damit auch die Leistungen der Biodiversität für uns Menschen. Deshalb müssen Tiere und Pflanzen und ihre Lebensräume stärker gefördert werden. Dazu braucht die Schweiz ein Lebensnetz der Natur. Dieses heisst «ökologische Infrastruktur». Die Ökologische Infrastruktur ist ein zentrales Element zum Schutz und zur Förderung der Biodiversität in der Schweiz. Mehr Infos unter ‘aktuelle Medienmitteilung des BAFU’


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